Kurzzusammenfassung zum vorliegenden Verfahren: Mit vorliegender Unterlage wird der Teilnahmewettbewerb bzgl. des Vergabeverfahrens Neubau einer viergruppigen Kindertagesstätte „Balker Aue“ mit Außenspielplätzen sowie die Herrichtung und Fertigstellung des Grundstücks (inklusive Abriss Bestandsgebäude) in Leichlingen als Totalüber-/Totalunternehmerleistung eingeleitet. Die Blütenstadt Leichlingen (nachfolgend: Vergabestelle) sucht dabei einen Totalüber- oder Totalunternehmer (nachfolgend auch einheitlich: TÜ), der im Rahmen eines Globalpauschalvertrags den schlüssel- und betriebsfertigen Ersatzneubau einer barrierefreien und behindertengerechten viergruppigen Kindertagesstätte „Balker Aue“ mit Außenspielplätzen erstellt. Im vorliegenden Teilnahmewettbewerb werden bis zu drei (maximal fünf) Bewerber anhand deren Eignung und einschlägigen Leistungsfähigkeit ausgewählt, die am späteren Verhandlungsverfahren als Bieter teilnehmen sollen. Der Zuschlag wird an das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Dabei wird der Preis mit 60 % und die zu erwartende Qualität mit 40 % gewichtet. Für nicht erfolgreiche Bieter im späteren Verhandlungsverfahren (nicht im hier vorliegenden Teilnahmewettbewerb) wird pro Bieter eine Aufwands-entschädigung in Höhe von € 15.000 brutto ausgelobt (Voraussetzung Abgabe eines wertbaren Erstangebot und ggf. wertbaren Folgeangebot und eines wertbaren Endangebot). Sollte der jeweilige Bieter nur ein wertbares Erstangebot einreichen, so beträgt die Aufwandsentschädigung € 10.000 brutto. Klarstellung: Allein die Teilnahme am Teilnahmewettbewerb löst keine Ansprüche der Bewerber aus. Der obsiegende Bieter erhält keine Aufwandsentschädigung. Die Vergabestelle sieht gerne Ihrem Teilnahmeantrag entgegen, den Sie bitte anhand der folgenden Hinweise erstellen: Die Blütenstadt Leichlingen beabsichtigt, einen TÜ zu beauftragen, der im Rahmen eines Globalpauschalvertrags den schlüssel- und betriebsfertigen Ersatzneubau einer barrierefreien und behindertengerechten viergruppigen Kindertagesstätte „Balker Aue“ mit Außenspielplätzen realisiert. Der Neubau soll durch einen Totalübernehmer bzw. Totalübernehmer bis voraussichtlich Quartal I 2028 (Bezugsreife) auf dem Areal an der Oskar-Erbslöh-Straße in Leichlingen erstellt werden. „Totalübernehmerbeauftragung“ wird definiert als Beauftragung an einen gesamtschuldnerisch haftenden Auftragnehmer, der die gesamten Planungs-, Koordinierungs- und Ausführungsleistungen übernimmt, bestehend aus allen erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI, ggf. Sonderberatungsleistungen nach AHO sowie allen erforderlichen Ausführungsleistungen, die Kostengruppen 200-600 (nach DIN 276) betreffend. Die neue Kindertagesstätte soll folgende Ausstattungsmerkmale aufweisen (im Einzelnen wird auf die funktionale Leistungsbeschreibung verwiesen): • inklusiv ausgerichtetes Raum- und Nutzungskonzept • digitale Infrastruktur gemäß den Anforderungen des LVR (gemeint ist damit Dreiraumkonzept) zur Unterstützung pädagogischer und inklusiver Nutzungskonzepte • Hausmeisterbereich einschließlich der hierfür erforderlichen Räumlichkeiten • Außenspielflächen Des Weiteren ist innerhalb der Neubaugebäudestruktur ein von der Erschließungsstruktur der KiTa separat zu errichtender Hausmeisterbereich mit einem Doppelbüro und einem Lager vorzusehen. Neben dem Neubau ist der vollständige Rückbau samt Verwertung aller Bestandsgebäude auf dem Planungsfeld Teil der ausgeschriebenen Leistung, ebenso wie die Herstellung der Außenanlagen auf dem Grundstück. Bestandteil der Leistungen im Außenbereich ist zudem die Erneuerung der bestehenden Standuhr der Stadt Leichlingen. Das Projekt steht unter einem grundsätzlichen Finanzierungsvorbehalt. Es soll nach derzeitigem Stand mit Inanspruchnahme von Fördermitteln des LVR realisiert werden. Das Ausschreibungsverfahren ist gemäß § 3a Abs. 2 VOB/A-EU als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb ausgestaltet und ist als mehrstufiges Verfahren mit planerischem Lösungsansatz geplant. Zunächst durchlaufen interessierte Bewerber einen Teilnahmewettbewerb, indem die grundsätzliche Eignung und Leistungsfähigkeit nachzuweisen sind. Auf Basis veröffentlichter Wertungskriterien werden danach drei bis max. fünf Bewerber dazu aufgefordert, ein konkretes Angebot zu unterbreiten. Folgende Angaben und Unterlagen sind mit dem Erstangebot einzureichen (ACHTUNG: Die folgenden Angaben und Unterlagen sind noch nicht mit dem Teilnahmeantrag einzureichen!): • Zeichnerischer Lösungsvorschlag bestehend aus: o Lageplan | Maßstab M 1:500 o Grundrisse | Maßstab M 1:200, inkl. skizzenhafter Darstellung der Einrichtung und Möblierung, sowie Darstellung der Außenanlagen/-Flächen o konzeptionelle Farb- und Materialgestaltung o Schnitte / Ansichten | Maßstab M 1:200 o Perspektivische Darstellung des Baukörpers • Erläuterungsbericht in Bezug auf städtebaulichen, architektonischen, gestalterischen, bautechnischen sowie funktionalen und betrieblichen Lösungsansatz • Erläuterung zur Umsetzung von barrierefreien und behindertengerechten Anforderungen • Erläuterungsbericht zum vorgesehenen Technikkonzept, insbesondere zu energieeffizienten, nachhaltigen und wirtschaftlich Methoden und Verfahren • Projektterminplan (Planungsphase, Bauphase, Abnahme-, Inbetriebnahme und Übergabephase) mit Darstellung des kritischen Weges • Massen-/Flächenaufstellung in Anlehnung DIN 277 | BGF, BRI, NRF (NUF, VF, TF) • Bau- und Nebenkostenaufstellung in Anlehnung DIN 276 - gewerkeorientiert (2. Ebene) • Folgekostenbetrachtung (Betriebs- und Wartungskosten) • Preis als pauschales Festpreisangebot sowie Wartungsangebot(e) Die weiteren Einzelheiten zum Auftragsgegenstand und Verfahrensablauf können dem Aufforderungsschreiben (Anlage 01 der Vergabeunterlagen) sowie der beigefügten FLB samt Anlagen entnommen werden.